Eine Aussichts- und Kulturwanderungom drakenhoehle 5

Ausgangspunkt: Bahnhof Marsberg (249 m).
Gehzeit: 5 Std. (16 km),
Anstiege: 350 Höhenmeter.

Wanderkarte:
Naturpark Eggegebirge und Südlicher Teutoburger Wald.

Am Schnittpunkt zwischen Eggegebirge, nordhessischem Bergland und Sauerland liegt im Hochsauerlandkreis die Doppelstadt Marsberg [Mons Martis] (240 m, 22000 Ew.) mit der Stadt Niedermarsberg im Diemeltal und der Stadt Obermarsberg auf dem Eresberg (Erzberg). Ein Besucherbergwerk erinnert an den alten Kupferbergbau.

Mit der Siegfried-Drachenhöhle im Eresberg und den bedeutenden Kirchenbauten auf diesem Berg, mit dem Kalvarienberg, beliebt bei Drachenfliegern, und mit faszinierenden Aussichten ist dies eine außergewöhnliche Kultur- und Natur wanderung.

Vom Bahnhof sieht man den sagenumwobenen Eresberg, den "Erzberg" mit der nachts illuminierten Stiftskirche.

Wie die Überlieferung weiß - erstmals belegt durch das Reisetagebuch des isländischen Abts Nikolas von Tuera, der Marsberg 1150 besuchte -, hütete in den Kalksteinhöhlenlabyrinthen dieses Bergkegels Fafnir in Drachengestalt den Goldhort der Nibelungen. Als der Drache zum Wasser kroch, erschlug ihn Siegfried auf der Gnitaheide. Allerdings erheben auch viele andere "Drachen"- Berge in Deutschland Anspruch darauf, Schauplatz der Siegfried-Sage zu sein, so der Drachenfels im Siebengebirge bei Bonn oder der Drachenfels im Pfälzerwald bei Bad Dürkheim.

Die Markierung × leitet durch die Fußgängerzone der Stadt im Tal und dann zur Stadt auf dem Berg. Es sind grundverschiedene Städte: unten die lebhafte Stadt, oben die Bergstadt mit Felswänden, Höhlen, auffälliger Ruhe und einem enormen Blick über das bergige Land. Der Wechsel kündigt sich an, wenn × bei der Antoniuskapelle die Bülbergstraße verlässt und in den Steilhang tritt.

Wo ein Schild links Richtung Buttenturm weist, geht es mit × geradeaus zur Drakenhöhle und an der Verzweigung geradeaus auf dem aufwärts führenden Pfad weiter. Bei einer Höhlen-Sitzbank geht es auf dem Stadtmauer-Wanderweg auf der alten Stadtmauer zum Buttenturm, einem der einst sieben Beobachtungstürme der Stadt auf dem Berg, jetzt Aussichtsturm (mit Verlies) mit Blick auf Niedermarsberg und über das Diemeltal. Vom Turm geht es Richtung Stiftskirche, - am Eck vor der Kirchenmauer steht eine Sitzbank mit Blick auf die Talstadt, - auf den gegenüber aufragenden Bilstein (Aussichtsturm und Kreuz) und links hinauf, wo die Via Regia zum Höhendorf Essentho zieht.

Die Via Regia (lateinisch: Königsstraße) war eine alte Völkerstraße, die von Worms via Mainz und Frankfurt am Main bis Bremen führte. Der Abschnitt der Via Regia von Marsberg nach Essentho ist identisch mit dem Anfang des Eggewegs, des Hauptwanderweges im Eggegebirge.

stiftskirche 02 4e17230d58Ein Abstecher in die Stiftskirche ist empfehlenswert. Hier stand Karl der Große, als er 772 den Burgberg erstmals erobert hatte. 776 blieb die Eresburg in der Hand der Franken; 779 übertrug Karl die Burghut dem oberösterreichischen Benediktiner Sturmi, der später als Apostel des Diemellandes verehrt und heiliggesprochen wurde. Karl und Sturmi sind in der Vorhalle neben der Irminsul dargestellt. 785 ließ Karl auf dem Eresberg eine Militärburg und eine hölzerne Petruskirche errichten. 799 weihte Papst Leo III. die Kirche noch einmal; die Köpfe von Leo und Karl schauen hinter dem linken Seitenaltar aus der Ostwand; links steht eine Irminsul-Nachbildung.

Von der Stiftskirche, geht es durch den Benediktusbogen (1759), vorbei am Roland (um 1600), dessen steinernes Gesicht bis zur Unkenntlichkeit verwittert ist, und geradeaus, bis an der Eresburgstraße wieder × die Routenführung übernimmt.

Der Weg führt am alten Rathaus mit dem Kaak vorbei zur Nikolaikapelle, der Kirche der um 1220 gegründeten Stadt auf dem Berge; das Südportal mit thronendem Nikolaus gilt als Meisterwerk damaliger Steinmetzkunst.

Nun zieht × rascher abwärts. Am Ende der Bebauung genießen Sie einen prachtvollen Blick auf die Hochflächen und Berge in Hessen. Aussichtsreich leitet × kurz weiter an der Straße entlang, doch nach der Serpentine vor dem Sportplatz (phantastischer Blick diemelaufwärts ins Upland) gehen wir rechts durch den Kuhzaundurchschlupf und umrunden auf einem Grasweg (Sitzbänke) mit hervorragendem Blick den Kalvarienberg. Auf der Kuppe des Bergkegels steht ein Kapellchen, daneben befindet sich eine Flugdrachenstartrampe.

Auch Karl blickte zu den Uplandbergen, von denen er gekommen war und gab dem Land dort einen neuen Namen: "Das war mir ein sauer Land", soll er gesagt und sein Schwert geschwungen haben.

kalvarienbergkapelle 2013 webDer Grasweg umrundet den Kalvarienberg und trifft bei Schuppen auf einen Wanderparkplatz. Von hier zieht × kurz an der Kreisstraße entlang und wechselt bei einem alten Kreuzstock in den diemelseitigen Hang mit zunächst hervorragender Aussicht, und geht dann im Waldweiter. Im Hang umrundet × den steil abfallenden Priesterberg, doch wo sich × im Südhang endgültig abwärts wendet, um zur Giershagener Kluskapelle weiterzuführen, gehen wir geradeaus, umrunden weiter den Berg, bis der mit 7 markierte Weg nach Osten hinabführt. Hier steht am Waldsaum eine Sitzbank, der Blick ist weit und schön; in Sicht ist auch der Wartturm, ein Aussichtsturm in der Feldflur. Von der Sitzbank führt ein Feldweg abwärts, wir zweigen auf den ersten Weg links ab und an der ersten Verzweigung wiederum links. Jetzt taucht wieder die Markierung 7 auf und leitet in den Wald hinein, bis wieder der bekannte ×-Weg erreicht ist und zurückführt.

Wer abends noch einmal auf dem Kalvarienberg rastet, sieht, wie die Sonne rot über die Uplandberge rollt.

Einen Flyer zu diesem Wanderweg können Sie im PDF-Format hier herunterladen.

Anschrift

Stadtmarketing und Wirtschaftsförderung Marsberg e.V.
Bäckerstraße 8
34431 Marsberg

Telefon: 02992 3388 oder 8200, Telefax: 02992 1461
E-Mail: info(at)tourismus-marsberg.de

Öffnungszeiten

Montag bis Mittwoch:
08.00 - 12.00 Uhr und 14.00 - 16.30 Uhr

Donnerstag:
08.00 - 12.00 Uhr und 14.00 - 18.00 Uhr

Freitag:
08.00 - 12.00 Uhr und 13.30 - 15.00 Uhr

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